Das war’s dann also. Nachdem wir heute morgen richtig früh aufgestanden sind, sind wir auch pünktlich am Flughafen Santa Ana – oder besser John-Wayne-Airport – zum einchecken. Da wir als Gruppe einchecken, spielt das Gewicht unserer Koffer wohl keine große Rolle, was insbesondere unsere Shoppingfraktion beruhigt. Und dabei hatte ich mir gestern abend noch soviel Mühe gemacht, beide Koffer gleich schwer zu machen. Danach schauen wir uns noch kurz den Flughafen an. Fotos mit John Wayne und die mitgebrachten Flaschen leeren. Mehr gibt diese Seite des Airports auch nicht her.
Danach die Personenkontrolle. Habe ich auf der Hinreise mein GPS und das ganze technische Geraffel immer im vorauseilenden Gehorsam aus dem Rucksack genommen und in einer entsprechenden Schale durch die X-Ray Maschine geschickt (schließlich wollte ich ja rein), arbeite ich heute genau nach Vorschrift. Ich habe weder einen Labtop noch einen tragbaren DVD-Spieler noch eine Atemhilfe dabei. Denn laut Aushang soll man nur diese Dinge gesondert durch die Maschine schicken.
Und es kommt, wie es kommen muss – die ziehen meinen Rucksack nach der Maschine raus. „Bitte aufmachen!“ „Was suchen sie denn?“ „Machen sie bitte den Rucksack auf!“ Uh-uh. „Macht mein GPS-Gerät vielleicht Probleme?“ „Dein GPS ist uns egal. Du hast da ein Messer im Rucksack!“
Oh ich Vollidiot. Siedendheiß fällt es mir ein. An alles habe ich gedacht, nur das Leatherment habe ich vor knapp zwei Wochen achtlos in den Rucksack gepfeffert…
Kein Problem. Hat eh nur 5 Euro gekostet, den Verlust kann ich verschmerzen. „Dann schmeißen wir es eben weg.“ Jaha. Und dann kommt Domi und sieht da eine Herausforderung. Egal, dass es nur ein Appel und ein Ei gekostet hat. Das kriegen wir mit! Domi macht sich also auf zum United-Schalter, lässt sich einen Karton und zwei Kilometer Luftpolsterfolie geben, verpackt das Messer zusammen mit der Stewardess (um das klar zu stellen: sie hat ihm geholfen und wurde nicht verpackt) und gibt es als Gepäckstück auf. Abgefahren.
Im Flieger sitze ich wieder in der Economy Plus Abteilung. Auf dem ersten Flug nach Chicago kostenlos und für den Transatlantikflug tut dem Typen am Schalter es so leid, dass ich weder einen Gang- noch einen Fensterplatz bekomme, dass er mir die Gebühr (immerhin auch 99 Dollar) erlässt. Großartig.
Die Flüge selber sind recht unspektakulär, ich schaffe es, auch den Rest der mir noch fehlenden aktuellen Filme zu sehen. Oceans Thirteen habe ich mir auf Deutsch gegeben, die Handlung war aber immer noch absolut verwirrend.
Etwa gegen 15 Uhr Ortszeit war ich dann auch wieder in Hamburg und musste echt an mich halten, nicht sofort ins Bett zu gehen. Aber um 19 Uhr gibt es kein halten mehr, ich falle fast vom Computersessel.
Kategorie: Californien
-
Und zurück auf Anfang
-
Los Angeles
Der letzte echte Urlaubstag in Amerika wird dann doch noch mal anders, als ich mir das bei der Planung vorgestellt hatte. Eigentlich hatte ich ja vorgehabt, in die Universal Studios zu gehen und mir die Traumfabriken anzuschauen. Doch auf der einen Seite hatte ich mich im Vorfeld mal mit Tony und Annette unterhalten, die auf der Reise von Neuseeland nach Phoenix hier schon zwei Tage Aufenthalt hatten und zum anderen hatte ich mich ja in San Fran mit dem englischen Päarchen über Universal unterhalten. Und beide legten auf meine Frage, ob die Universal Studios das Geld wert wären (immerhin sollte man knapp 80 Dollar und einen Fingerabdruck berappen), nicht den nötigen Enthusiasmus an den Tag, um mich zu überzeugen. Wenn man ein absoluter Filmfan wäre, dann auf jeden Fall. Wenn nicht …
Also hatte ich mich am Vorabend schon dazu entschlossen, meinem Geiz eine Freude zu bereiten und mir „nur“ Hollywood zu geben. Bei den Anderen war die Entscheidungsfindung leider noch nicht so klar und so wurde es dann leider erst zehn Uhr bis wir los kamen. Petra war mit Elisabeth und Werner schon gegen acht Uhr ins Disneyland abgerauscht, Domi wollte einen freien Tag machen und den Rest zog es entweder auch auf den Walk of Fame oder ins Griffith Observatory. Und weil es schon so spät war, sind alle, die in die Stadt wollten, nicht wie geplant mit der Metro sondern mit dem Minivan gefahren. Im nachhinein betrachtet hätte ich wahrscheinlich alle um 8 Uhr mit einem Tagesticket in die Metro gesetzt, die Planungsunterlagen mitgegeben und das ganze Pow-Wow in der Bahn erledigen lassen. Das hätte uns zwei Stunden gespart und die Leute Motiviert, ihre Planungen in den dreißig Minuten abzuschließen, die die Metro bis Downtown braucht. Aber hinterher ist man immer schlauer :-)
Für mich war also Sterne gucken angesagt. Am Man’s Chinese Theater gab es nicht wirklich viele Möglichkeiten, etwas zu sehen, weil gerade ein „Red Carpet Event“ vorbereitet wurde. Eine Gruppe todkranker Kinder bekam heute Abend von einer Stiftung das Gefühl vermittelt, wie es ist, einmal über den roten Teppich zu schreiten. Löbliche Angelegenheit, für die man ja gerne seinen persönlichen Fotobedürfnisse nach hinten stellt. Ansonsten gab es jede Menge Sterne zu sehen, viele von (mir) völlig Unbekannten, viele Bekannte (auch gerne redundant, so hat Harrison Ford schon zwei Sterne) und einige Freaks: Donald Duck, Kermit the Frog und Donald Trump. Nachdem ich so viele Sterne auf mich habe einprasseln lassen, habe ich einen speziellen Stern gesucht und gefunden – Lee Majors.
Zum Mittagessen gab es – McD. Danach wollten Biggi und Geli zurück ins Hotel, um zu shoppen und sich fürs Tanzen (vor dem ich mich auch zu drücken gedachte) aufzuhübschen. Da ich entsprechend noch etwas Zeit hatte, habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und bin mit der Metro (weil Tagespass) noch mal eine Station in die andere Richtung gefahren um hier eventuell doch noch einen Blick auf Universal City zu werfen (sehr langweilig) und zum anderen noch einen Cache abzugreifen. Den Cache habe ich dann schließlich nicht gefunden (beim hellsten Sonnenschein direkt vor einem Fast-Food-Laden am Rande des Freeways rumzulungern – dazu hatte ich dann doch keine gesteigerte Lust), dafür aber einen Spieleladen. Also rein, etwas Smaltalk mit den Besitzern betrieben und über Wetter und Verkehr geplaudert. Jan: „Autofahren in den Staaten ist viel entspannter als in Deutschland.“ „Wie kommst du denn zu der irrigen Annahme?“ „Na, die hupen hier viel weniger.“ „Das ist nicht unbedingt ein gutes Zeichen. Dafür haben die hier im Handschuhfach alle eine Knarre.“ Gut, dass ich nicht mehr fahren werde…
Zurück auf dem Schiff habe ich dann meine Pläne in die Tat umgesetzt, das Tanzen geschwänzt und mir stattdessen das Schiff angeschaut. Nachdem ich die öffentlichen Bereiche alle durch hatte, prickte es mich ja etwas, auch den Rest vom Schiff und eventuell einige Gespenster zu sehen, schließlich ist die Queen Mary ja unter anderem auch ein Geisterschiff. Nachdem mich also der Wachmann am nichtöffentlich Bereich komplett ignoriert hat (nicht, dass ich mich bemüht hätte, immer im Schatten zu bleiben oder so), alle Türen sperrangelweit offen (oder zumindestens nicht abgeschlossen waren) und alles im amerikanischen Stil auch nachts hell erleuchtet war, habe ich also auch die anderen Bereiche gesehen – unter anderem auch Gespenster. Denn auf der Queen Mary gibt es mehrere Spuklabyrinthe als Touristenattraktion. Und alles offen und begehbar :-)
Gegen 11 Uhr kamen dann auch die Tänzer zurück und wir haben uns bemüht, bei Biggi und Geli noch die letzten Alkoholvorräte zu vernichten – erfolglos. Aber gut geschlafen haben wir dennoch. -
Raketen und Gerichte
Aufstehen, Frühstück und Abfahrt sind heute etwas zeitkritisch, da wir für unseren ersten Stop einen festen Termin haben.
Kurz nach 10 Uhr erreichen wir die Air Force Base Vandenberg. Zu Domis Überraschung gibt es hier ein Visitor Center und extra Tourbusse. Ich bin nicht sonderlich überrascht. Schließlich sind die Amis ja wesentliche Armeeverrückter als die Deutschen. Und bloß weil es fast keine deutschen Gruppen gibt, die sich für solch exotische Ziele interessieren, heißt das nicht, dass das in Amiland genauso ist. Hier fahren die vollbesetzten Schulbusse nach Vandenberg.
Und dass, wo es eigentlich relativ wenig zu sehen gibt. Wir bekommen eine Minuteman III zu sehen, einen Haufen antiquierte – pardon – historische Technik und von weitem eine Abschussbasis. Zum Mittag gehen wir in den Offiziersclub, der Aufgrund der geringen personellen Anzahl auch für Mannschaften offen steht. Und das nenne ich mal einen Offiziersklub. Plüschige Teppiche, Sessel, Buffet und WLAN. Dazu geschnitzte Trophäen und Gruppenzeichen. Macht eine ganze Menge mehr her als sein deutsches Pendant. Heute gibt es ein chinesisches und Salatbuffet. Das hier der Scholoadenpuddig direkt direkt zwischen den Tomaten, Kopfsalat und Salatdressig steht, verwirrt wahrscheinlich nur die deutschen Touristen.
Alles in allem ist Vandenberg eine professionelle und sterile Einrichtung, der man anmerkt, dass hier hauptsächlich Spezialisten und keine Fußsoldaten arbeiten. Es fehlt mir ein wenig die echt amerikanische PR-Show :-)
Auf dem Parkplatz der Airbase haben wir auch den Platz, unsere Autos für ein Kleingruppenfoto zu platzieren. Warum Geli ihre ersten Fahrerfahrungen ausgerechnet an dieser Stelle machen möchte, an der es zumindest auf ein Minimum an Präzision ankommt, weiß wohl nur sie. Schließlich stehen aber alle Autos so, wie es uns vorschwebt.
Danach geht es weiter. Unser nächster Stop, den wir nach einer nicht ganz so malerischen Strecke erreichen, ist Santa Barbara. Hier schauen wir uns auf anraten der Dame vom örtlichen AAA (hier gibt es endlich auch meine Karten) nicht die Mission sondern das Gerichtsgebäude an. Eine gute Empfehlung. Das gesamte Gebäude ist im spanischen Stil gebaut worden und für jedermann zugänglich. Die Betreuung der Besucher wird von Ehrenamtlichen übernommen, die extrem höflich und auskunftsfreudig sind. Hier dürfen wir uns frei bewegen und in jeden Raum, der nicht abgeschlossen ist (davon haben wir keinen gefunden), reingehen. Nur von der zweiten Etage wird abgeraten. Zum einen gibt es da eh nichts zu sehen, zum anderen sind Pflichtverteidiger langweilig. „Und was machen wir, wenn da mal eine Verhandlung läuft?“ „Hinsetzen und Klappe halten.“ Gute Antwort :-)
Nach Santa Barbara geht es weiter in Richtung L.A. Mal wieder versuche ich, einen vernünftigen Radiosender zu finden. Ein Unterfangen, dass schon gestern nur von mäßigen Erfolg gekrönt war. Hier gibt es nur Labersender, Sonntags vornehmlich mit Predigern. Hin und wieder findet man mal einen (!) Sender, der Oldies oder Country bringt. Das ist besser als „Jesus loves you!“ aber noch einen Schlag weit weg von Guter-Laune-Musik. Heute, wo wir näher an das große Los Angeles kommen, werden die Labersender mehr, ein Drittel davon Spanisch, dafür fallen Musiksender ganz flach.
In der Stadt der (gefallenen) Engel erwartet uns zum ersten Mal eine amerikanische Rushhour. Was für ein Glück, dass ich nicht fahren muss.
Aber es fährt sich erstaunlich gut und für diese riesige Anzahl von Autos (bis zu sechs Spuren in eine Richtung) erstaunlich flott. Nach nur einer dreiviertel Stunde sind wir durch ganz L.A. durch und an der Queen Mary angekommen.
Die Kabinen auf dem Schiff sind eng und im Stil der zwanziger Jahre gehalten – und dann Anfang der Neunziger modernisiert worden. Das Bedeutet, dass die Auslasse der Klimaanlage direkt neben dem uralten und nicht funktionierenden Ventilator liegen. Im Bad gibt es Wasserhähne für Kaltes Salzwasser, kaltes Süßwasser, warmes Salzwasser und warmes Süßwasser. Allerdings funktionieren nur noch die Süßwasserhähne. Und die auch nicht für die Dusche, dafür gibt es eine eigene Mischbatterie.
Und in jedem noch so hübschen Gang hängen riesige rote Exit-Lampen. Das Schiff ist also nicht konservierend sondern amerikanisch modernisiert worden.
Viel Zeit und Lust, das Schiff zu besichtigen habe ich nach Abendessen und Afterparty aber nicht mehr. Mich zieht es ins Bett – im Gegensatz zu Biggi und Geli, die das Schiff wohl noch bis morgens um vier besichtigt haben. -
Noch mehr Aussicht und kurvige Strecken
Es überrascht mich gar nicht, dass wir an diesem Morgen erst anderthalb Stunden nach der Planung auf dem Freeway sind. Die Vorbesprechung hat doch länger gedauert als eigentlich erwartet. Aber wir sind im Urlaub, es ist nicht kritisch, warum also in Stress ausbrechen.
Es ist noch relativ früh am morgen, entsprechend gut kommen wir aus der Stadt raus und sind schnell auf High- und Freeway unterwegs. Die erste Schicht fährt Erhard. Und prompt überkommt ihn auf halber Strecke nach Montery, unserem ersten Tagesziel, seine durch Beamtentum und Buserfahrung an trainierte Vormittagsmüdigkeit. Schade, dann kann ich kein Nickerchen machen, damit ich aufpassen und ihm ggf. ins Lenkrad greifen kann. Was bedauerlicherweise tatsächlich einmal nötig ist.
In Montery, der ersten Hauptstadt Californiens, soll die Cannery Row besonders sehenswert sein. Leider habe ich keinen Schimmer, was an alten Sardineneindosungsfabriken (daher der Name der Straße), die zu einer Freß- und Kaufmeile umgebaut wurden, so aufregend sein soll. Eventuell ist so was ja für Amerikaner (und damit die Autoren der Reiseführer) interessant…
Aber bei all den Fresstempeln findet sich kein zeitplanverträgliches Fastfood, sondern nur „echte“ Restaurants. Ich habe schon Angst, dass mein Mittagessen ausfällt, als ich im letzten Haus vor dem Parkplatz einen Mexicaner erspähe, der seine Burritos außer Haus verkauft. Gut und günstig.
Bevor wir weiterfahren, machen wir zu meiner Beruhigung einen Fahrerwechsel. Werner hat zwar auch noch nie eine Automatik gefahren, dafür bedient er im Gegensatz zu Erhard (der das nach eigener Aussage auch beim Schaltungswagen so macht) die Bremse nicht mit dem Kupplungsfuß.
Weiter geht es über den 17th Mile Drive, einen sehr schönen Straßenabschnitt mit vielen Möglichkeiten für tolle Fotostops.
Der Drive endet in Canary, quasi einer Schwesterstadt von Montery. Während in zweitgenannter die Arbeiter wohnten, lebt hier das Geld. Und das erkennt man auch am Baustil. Hier hat es echte Steinhäuser. Zum Füssevertreten ganz nett, echte Höhepunkte gibt es, um ehrlich zu sein, nicht zu sehen.
Nachdem ich gesehen habe, wie einfach hier das fahren ist, überkommt mich der (Über-)Mut und ich setzte mich ans Steuer des Jeeps! Cooles Feeling. Männlich :-) Und tatsächlich fährt es sich zunächst ganz angenehm. Wir fahren den Highway 1 ganz locker entlang. Dann wir die Straße kurviger, dafür auch die Aussicht besser. Als die Sonne knapp über dem Horizont steht, hat Domi die spontane Eingebung, dass hier ein idealer Punkt für schön kitschige Sonnenuntergangsbilder wäre. Soweit ganz schön. Nur schade, dass zwischen dem Gedankenblitz und dem Handeln etwa zwei Sekunden liegen und ich keine Chance habe, den Blinker gegen die Sonne zu sehen. Entsprechend rustikal wird mein Fahr- und Bremsmanöver. Dafür entschädigt der Sonnenuntergang wieder für alles.
Zurück ans Steuer und weiter gefahren. Der tolle Sonnenuntergang hat doch einen Haken. Jetzt ist nämlich die Sonne weg und es wird dunkel. Macht nichts, so weit wird es schon nicht sein, auf der Karte sieht das ganz locker aus. Die Karte enthält aber auch nicht alle Kurven dieser Strecke. Und eben diese Kurven werden immer enger und damit die Geschwindigkeitsbegrenzungen immer restriktiver. Viele Kurven darf man nur mit maximal 20 Meilen anfahren, zwei sogar nur mit 15 MPH. Da mir die Strecke absolut unbekannt ist, die Konsequenzen eines Fahrfehlers aber durchaus bewusst sind, halte ich mich auch an die Begrenzungen. Das hat dann zur Folge, dass Petra mir mit dem Minivan beinahe in den Kofferraum kriecht. Und obendrein sind ihre Scheinwerfer aufgrund der vielen Koffer im Van zu hoch und blenden mich die ganze Zeit. Entsprechend gerädert bin ich, als wir gegen 21 Uhr endlich in unserer heutigen Lodge ankommen. Entsprechend bin ich auch der Meinung, dass ich meinen Dienst an der Gemeinschaft mit dieser Tour erfüllt habe, zumal ich ja eh nur als Reservefahrer eingeplant war. Aber ein erhebendes Fahrgefühl ist es schon gewesen.
Zum Abendessen gibt es heute für mich Grilled Chicken Ceasar Salat (es kann nicht immer Burger sein) und zwei Guinness. -
San Francisco II
Heute ist der freie Tag in San Fran. Und, was tut man, wenn man viel erleben will? Genau – Ausschlafen :-)
Also gondele ich gegen 10 mit Domi los zum Hauptquartier vom AAA, wo man der Legende nach die detailliertesten Karten der USA bekommen soll. Und zwar for free. Wäre ja für SR nicht schlecht, mal einen echten Plan von Seattle zu haben. Und nicht nur von Seattle ;-) Leider hat das Hauptquartier, wo wir es zuerst versuchen, am Samstag geschlossen. Und die kleine Filiale, die wir dann anfahren, hat nur Californien vorrätig. Dafür habe ich auf der Habenseite ausführliche Erfahrungen mit dem öffentlichen Nahverkehr sammeln können.
Nach einer kurzen Verschnaufpause im Hotel geht es auf Tour. Mit der Cable Car gen Chinatown. An der Haltestelle treffen ich ein Ehepaar (aus England, wie sich herausstellt) die von mir wissen wollen, wie man am Besten zum Union Square kommen könnte. Und das Erschreckende: Ich weiß es und kann es flüssig vermitteln. Als Balsam für die Seele gibt es noch ein Lob für mein Englisch und die Frage, wo ich denn herkommen würde, weil ich keinen zuzuordnenden Akzent hätte :-)
Chinatown ist noch überlaufener als sonst. Genau an diesem Wochenende findet irgendein Moon-Festival zum 58ten Bestehen der Volksrepublik China statt. Aber genau so was quirliges habe ich ja erwartet, also kämpfe ich mich wacker durch die Menschenmassen und einige Souvenirläden.
Am Ende von Chinatown angekommen mache ich mich daran, den Berg zum Coit-Tower zu besteigen. Das Ergebnis ist die Mühe nur bedingt wert, da das Wetter etwas grumpig war, dafür war es ein relativ günstiges Vergnügen. Und den Sonnenschein kann man ja mit Gimp machen :-)
Dann die Lombardstreet runter (aber nicht den kurvigen Teil, den habe ich nur aus der Ferne fotografiert) und mit der Cable Car zum Union Square gefahren. Da ich bis zur Übernahme der Mitwagen, zu der ich um 18 Uhr mit Domi und den anderen Fahrern verabredet bin, noch etwas Zeit habe, gehe ich zur Cheesecake Faktory, die sich im obersten Stock von Macy’s befindet. Klarer Fehler. Das ist ein tolles Ziel – finden allerdings auch alle anderen Touristen in San Fran, so dass mit Wartezeiten von über einer Stunde gerechnet wird. Auf einen Tisch, dann ist der Kuchen aber noch nicht da :-) Egal. Gesehen, gelacht, gegangen. Gibt noch mehr hier zu sehen.
Danach geht es zur Autovermietung in der Gearystreet. Dort angekommen, stelle ich aber mit Schrecken fest, dass es hier keine Autovermietung gibt. Da habe ich mir wohl was Falsches gemerkt. Mal schauen, ob ich jemanden finde, der mich mal in seine Gelben Seiten schauen lässt. Tatsächlich finde ich einen netten Shopkeeper, mit dem ich aber auch zusammen nicht fündig werde. Und nun habe ich eine Begegnung der Dritten Art. Ein Schwarzer betritt den Laden. Sieht aus, als wolle er nur die Kasse des Ladens mitnehmen und alle anwesenden Zeugen erschießen. Und auch die Stimme, mit der er zwei Päcken Zigaretten ordert, lässt Assoziationen an den „Schwarzen Mann“ aufkommen. Doch weit gefehlt. Wie er mich da so etwas verzweifelt in den Gelben Seiten wühlen sieht, fragt er (mit der oben genannten Stimme) welche Nummer ich denn suchen würde. Dann zieht er lässig sein Handy, ruft die örtliche Auskunft an und organisiert mir die richtige Adresse. Gleiche Hausnummer, zwei Blöcke weiter nördlich in der Bushstreet. Das klingt, als hätte ich diese Adresse schon mal gehört.
Ich habe also tatsächlich einen gefunden. Nach zwei Wochen habe ich den ersten intelligenten Ami gefunden, der kreativ ist und mitdenkt. Als ich gehe, stand die Kasse auch noch im Laden :-)
In der Autovermietung treffe ich neben den Anderen auch wieder einen typischen Ami. Da Domi gerne alle sieben Fahrer für alle Wagen eintragen lassen möchte, benötigen wir fast anderthalb Stunden, bis wir endlich vom Hof fahren können. Aber das Warten hat sich gelohnt. Wir haben einen Toyota Highlander, einen Cheverolet Uplander und einen dunkelroten Jeep Grand Cherokee. Yeeha.
Nachdem wir die Schüsseln sicher ins Hotel gebracht haben, müssen wir uns schon wieder beeilen. Die anderen sind schon zum Chinesen für das von Domi organisierte Buffet zum Abschied aufgebrochen. Sehr lecker, reichhaltig und günstig. Toll. -
San Francisco I
Der Weckruf kommt viel zu früh. Aber noch während ich meine Augen öffne, durchfährt mich ein Schlag. nachdem ich gestern vom Hotelzimmer ein tolles San-Fran-Nachtfoto gemacht habe, kann ich durch den noch offenen Vorhang erkennen, dass sich hier die Gelegheit für einen erstklassigen Sonnenaufgang bietet. Ich glaube, so schnell bin ich hier noch nie aus dem Bett gewesen.
Nach diesem Frühstart starten wir zu der von Driss geführten Stadtrundfahrt. Leider fährt er mit uns in den Westen der Stadt, in dem es außer dem höchsten Hügel der Stadt (Panoramafoto) nicht viel Interessantes für einen Kurztouristen zu sehen gibt. Danach ein Spaziergang über die Golden Gate Bridge, den die Fanatikerfraktion gleich zum Tanzen nutzt. Domi ist überglücklich, war der Tipp auf der Golden Gate Bridge doch das fast Erste, was er für diese Reise geplant hat.
Eine Fährfahrt zurück nach San Fran fällt aus, weil irgend jemand den Fahrplan der Fähre nicht richtig gelesen hat (also schon wieder kein Tipp für Driss). Also mit dem Bus nach Fishermans Wharft, etwas Seafood (Clamshowder in der Brotschüssel) eingeschoben und dann mit dem Schiff weiter nach Alcatraz.
Ein sehr interessanter Bau, den ich mir eigentlich größer vorgestellt hatte. Jeder Benutzer bekam einen MP3-Player mit einer Audiotour in seiner Sprache, die er beliebig unterbrechen konnte. Passte sich sehr gut, da ich für diese Insel noch eine Schnitzeljagt im iPod habe, von der ich nie zu hoffen gewagt hätte, dass ich die Zeit dafür finden würde. Tolles Ding, harmoniert sehr gut mit der sehr gut gemachten Audiotour. Zum Abschluss noch einen Tip am Pier von Alcatraz und dann zurück zum Hotel.
Heute Abend will ich mal wieder mit zum Tanzen. Und diesen Club hat einen echten Vorteil. Noch höher kann der Altersdurchschnitt nicht mehr werden. -
Aussicht und lecker Seafood
Nachdem wir gestern das erste Mal den Pazifik gesehen haben, fahren wir heute beinahe den ganzen Tag auf dem Highway 1 und damit direkt auf der Küste. Das ein amerikanischer Highway nicht immer sechsspurig und nicht mit unseren Autobahnen zu vergleichen ist, merkt man spätestens hier. Nur eine Spur pro Richtung, enge Kurven, keine Leitplanken und knapp 30 cm neben der Asphaltdecke geht es viele Meter direkt an der Küste nach unten. Und der Bus setzt mehrfach auf dieser Berg- und Talbahn auf. Dafür gibt es jede Menge tolle Aussicht.
In Bodega Bay (dem Drehort von „Die Vögel“) machen wir wir einen kurzen Toilettenstop kurz vor der Stadt, am Pointe Reyes Nationalpark fahren wir gleich ganz vorbei. Das ist eine schlechte Entscheidung von Driss (zumal er nicht einfach nur weiter fährt, sondern das Thema einfach totschweigt), die ihn nun die letzten Sympathien (und wahrscheinlich einen nicht unbeträchtlichen Teil des Trinkgeldes) kostet. Auf dem Weg nach Sonoma zum Weingut schickt er Robert trotz eines gut lesbaren Richtungsanzeigers erst mal 20 Minuten in die falsche Richtung.
Die Weinprobe selber wurde dann in einem sehr amerikanischen Rahmen abgehalten. Im Stehen in der Sonne und alle Weine aus einem Glas.
Gerettet wurde der Tag eigentlich nur dadurch, dass wir zu siebt den heutigen Clubabend sausen ließen und stattdessen mit der Cable Car nach Fishermens Wharft gefahren sind.
Das Essen in dem italienischen Seafood Restaurant auf Pier 39 war ok (Biggis Lobster trocken und ohne viel Geschmack, mein Red Snapper eine geschmackliche Offenbarung), die Bedienung pampig und unfreundlich („Ist es ok, dass wir getrennte Rechnung machen?“ „Ok nicht, aber wir müssen es ja machen.“). Zum Schluss hat Biggi dem Kellner noch in ihrem radebrechenden Englisch eine diese Rechnungsmäppchen abgeschnackt. Die Frau ängstigt mich manchmal. -
Skunktrain und Public Caching
Morgens versagt mal wieder der Weckruf. Zum Glück hat Erhard einen Wecker gestellt, so dass wir einigermaßen gut raus kommen.
Allerdings sorgt dieser fehlende Weckruf dann doch dafür, dass unser Zeitpolster bis zum ersten Highlight auf Null schrumpft. Denn der Zug, mit dem wir heute durch die Redwood Wälder fahren wollen, fährt pünktlich um zehn Uhr. Robert schafft die, in Luftlinie eigentlich recht kurze, aufgrund vieler Serpentinen aber doch lange Strecke in zwei Stunden. Auf den letzten Meilen bremst er nicht mal mehr vor Kurven sondern hupt kräftig. Wir kommen so pünktlich an, dass Domi darum bittet, doch nicht die lokalen technischen Anlagen zu verwenden sondern die im Zug. Und los geht’s.
Die Skunk Train ist eine Diesellok mit zwei Personenwagen, einem offenen Panoramawagen und dem Speisewagen, die gemütlich durch die Redwoodwälder fahren. War die Bahn früher, während die umliegenden Wälder kahlgeschlagen wurden, eine Versorgungs- und Transportbahn, ist sie heute nahezu eine reine Touristenbahn mit einem echten Klischee-Schaffner. Mit roter Weste, schwarzer Schaffnersmütze und weißem Rauschebart erzählt er die Ganze Strecke über jede Menge zu den Redwoods allgemein und der Bahn im besonderen. Daran, dass er das dreimalige Kahlschlagen des hiesigen Gebiets als enorme Errungenschaft darstellt, erkennt man, wem die Bahn (und damit der Schaffner) auch heute noch gehört :-)Und immer noch versorgt die Bahn die wenigen Hütten an der Strecke, die weder mit Strom, fließend Wasser oder Telefon ausgestattet sind.
Auf halber Strecke gibt es einen Picknicstop mit Square Dance Tipp.
Nachmittags gibt es einen Stopp am Leuchtturm von Angels Pointe. Was jemanden dazu bewegen könnte, an der Steilküste auf einen Leuchtturm zu steigen, habe ich (und ein Teil der Anderen) nicht ganz begriffen. Die Aussicht ist doch auch schon von unten spektakulär. Also habe ich mir die Treppen gespart.
Dafür habe ich auf der Rückfahrt vom Leuchtturm den Bus mal in Absprache mit Driss, Domi und Robert anhalten lassen um eine Dose direkt neben der Straße einzusammeln. Andrea, Biggi und Martin stürmen ebenfalls mit aus dem Bus. Da ich diesen Stunt mit dem extra Busstop heute das erste Mal auf der Tour durchziehe, ist es für alle eine große Unterhaltung, man lässt dem Nesthäckchen seinen Spleen und hinterher habe ich jede Menge interessierte Nachfragen zu beantworten.
Die abendliche Unterkunft im Wharftmasters Inn ist echt super. Diesmal haben Domi,Erhard und ich eine Suite für drei. Abends einen Supersonnenuntergang vom Balkon aus und Clam Showder und Fish’n’Chips. Schließlich bin ich jetzt am Wasser, da muss ich nicht ständig Burger in mich rein schieben.
Anschließend gibt es noch eine zünftige Afterparty. Klaus und Sabine geben ihren Hochzeitsumtrunk. Da sie zusammen mit Karl-Heinz und Monika in einem kompletten Haus mit Küche, Ess- und zwei Schlafzimmer untergekommen sind (welch ein Zufall), bietet sich das hier an. Das Badezimmer ist hier so groß dass wir zum Tanzen dahin ausweichen.
Am Ende ist eine 1,5 Liter Plastikflasche Wodka alle und ich fürchte, ich habe zusammen mit Klaus einen nicht unbeträchtlichen Anteil daran. -
Tag ohne Namen
Nach Abfahrt und Frühstück ist unser erstes Ziel Redding. Hier werden alle diejenigen ausgeladen, die nicht an der Kajaktour teilnehmen wollen. Nachdem ich gestern schon eine Auszeit hatte, schmeiße ich meine Pläne um und mache bei der Paddelei mit.
Hier treffen wir auch Nancy wieder, die uns einweist und die Tour leitet.
War eine gute Entscheidung, hier mit zu machen. Wir sind nur zu sechst und haben viel von der Tour.
Nachedem wir am Ufer angekommen sind, erfahren wir von den anderen, die inzwischen wieder eingesammelt wurden (und auf hundertachzig sind), dass Redding wohl die schlechtere Wahl war. Sie wurden in Downtown rausgelassen und mussten feststellen, dass sie sich mitten in einem Büroviertel befanden, in dem es weder einen Supermarkt noch was schnelles zu Essen noch Toiletten gab. Braucht man für die Bürohengste ja auch alles nicht. Die sollen hier nur arbeiten. Spätestens seit heute ist der Begriff „Downtown“ für uns ein Synonym für „todlangweilig“.
Aber entsprechend gereizt sind eben die Nichtpaddler. Und damit nicht genug schließt sich nach dieser Vormittagsaktivität die wohl längste Fahrstrecke an, wo wir auf knapp vier Stunden Strecke nicht mal an einer technischen Anlage vorbei kommen. Die Stimmung ist entsprechend und wir versuchen uns mit Witzen und Selbstgesungenem über Wasser zu halten. Wobei genau dieser Faktor „Wasser“ aufgrund der vielen vollen Blasen doch bitte ungenannt bleiben soll :-) Die Lage wird so erst, dass wir irgendwo in den ersten Redwoods, die wir sehen, anhalten und Druck ablassen müssen.
In Garbersville gibt es auf Empfehlung des örtlichen Supermarkts eine rustikale Kneipe. Gut und günstig. Auch wenn Gäste und Bedienung einem Zombiefilm entsprungen zu sein scheinen. Wie übrigens alle Bewohner der Stadt, die ich sehe. Optisch wie geistig. Das ist hier zwar eine Angler- und Outdoor-Hochburg. Aber müssen die alle aussehen (und teilweise riechen) wie Penner? Selbst die Gäste des Hotels.
Im Hotel habe ich zum ersten Mal auf der Tour Internet in der Lobby for free. Das Handy kriege ich zwar nicht ins WLAN, dafür rigge ich am Gäste-PC meinen USB Stick mit einem Thunderbird auf. Damit komme ich auch relativ zügig durch die knapp 800 Mails in meinem Posteingang. Mit dem Senden klappt das leider irgendwie nicht, aber ich bin zu mindestens wieder auf einem halbwegs aktuellen Stand und habe meinen „Schuss“ bekommen.
Und der große Vorteil des Tages? Wir haben den miesesten Tag der Tour wohl hinter uns :-) -
Sonnenbrand und Bisonburger
Heute wird gefaulenzt. Die komische Verzichtserklährung gibt mir einen hervorragenden Vorwand, mich vor der Wanderung zu drücken (obwohl es am Mount Shasta jede Menge Caches gibt) und statt dessen einen Pooltag einzulegen. Sonderlich lange ausschlafen kann ich leider nicht, da der Railroad Park über kein eigenes Frühstücksrestaurant verfügt. Entsprechend werden wir mit dem Bus zum Frühstück und die Faulpelze mit Vans zurück gefahren. Es ist so kühl, dass ich beschließe, heute ausnahmsweise mal auf Sonnenmilch zu verzichten (bin ich zu faul zu). Dumme Idee. Gegen 15 Uhr, als die Anderen zurück kommen habe ich mir gepflegt das Fell verbrannt, was ich aber leider erst merke, als ich später im neuen und und (weil ungewaschenen) steifen Hemd tanze. Besonders stark betroffen ist der linke Arm, den man immer locker lässig auf den Poolrand gelegt hat.
Später fahren wir dann alle zusammen zum nächsten Clubabend. Die Dudes & Daisies haben uns zum Bison-Burger-Barbeque mit anschließendem Special Dance eingeladen. Auch wenn ich jetzt wohl doch nicht der Gourmet bin, der Kuh- von Bisonfleisch unterscheiden kann, schmecken die Burger sehr gut. Auf der Verpackung vom Fleisch stand auf jeden Fall was von Bison. Ob das nun die Fleischbezeichnung oder der Hersteller ist, ist mir gleich :-) Lecker is(s)ts auf jeden Fall. Und auch die verschieden Chillis, die die Clubmitglieder fürs Buffet gespendet habe, sind klasse.
Der Caller ist wohl eine nationale Größe erzählt uns Achim. Und er macht eine ziemlich coole Show. Am Besten ist sein Teenage-Rap.
Im Laufe des Abend komme ich mit Nancy und ihrem Mann ins Gedspräch. Nancy lobt mein Englisch (von dem ich selber schon angenehm überrascht bin) in den höchsten Tönen. Das geht runter wie Öl und soll all meinen Lehrern eine Lehre sein, die meine Englischkenntnisse mit fünf oder gerade noch vier benotet haben. Zumal ich inzwischen fest davon überzeugt bin, dass man eine Sprache nicht mit drei Schulstunden pro Woche lernen kann.
Abends dann wieder Afterparty bei Achim und Calra. Wir sind alle zu faul, die Vorräte in einen anderen Wagon zu schleppen. Zudem nutze ich die Gelegenheit und das Angebot, meinen Sonnenbrand mal von Carla behandeln zu lassen. Man, ich hatte seit Jahren keinen Sonnenbrand mehr.
Jepp – wieder keine Fotos. Jan im Pool ist jetzt auch kein ideales Motiv :-)