Das war’s dann also. Nachdem wir heute morgen richtig früh aufgestanden sind, sind wir auch pünktlich am Flughafen Santa Ana – oder besser John-Wayne-Airport – zum einchecken. Da wir als Gruppe einchecken, spielt das Gewicht unserer Koffer wohl keine große Rolle, was insbesondere unsere Shoppingfraktion beruhigt. Und dabei hatte ich mir gestern abend noch soviel Mühe gemacht, beide Koffer gleich schwer zu machen. Danach schauen wir uns noch kurz den Flughafen an. Fotos mit John Wayne und die mitgebrachten Flaschen leeren. Mehr gibt diese Seite des Airports auch nicht her.
Danach die Personenkontrolle. Habe ich auf der Hinreise mein GPS und das ganze technische Geraffel immer im vorauseilenden Gehorsam aus dem Rucksack genommen und in einer entsprechenden Schale durch die X-Ray Maschine geschickt (schließlich wollte ich ja rein), arbeite ich heute genau nach Vorschrift. Ich habe weder einen Labtop noch einen tragbaren DVD-Spieler noch eine Atemhilfe dabei. Denn laut Aushang soll man nur diese Dinge gesondert durch die Maschine schicken.
Und es kommt, wie es kommen muss – die ziehen meinen Rucksack nach der Maschine raus. „Bitte aufmachen!“ „Was suchen sie denn?“ „Machen sie bitte den Rucksack auf!“ Uh-uh. „Macht mein GPS-Gerät vielleicht Probleme?“ „Dein GPS ist uns egal. Du hast da ein Messer im Rucksack!“
Oh ich Vollidiot. Siedendheiß fällt es mir ein. An alles habe ich gedacht, nur das Leatherment habe ich vor knapp zwei Wochen achtlos in den Rucksack gepfeffert…
Kein Problem. Hat eh nur 5 Euro gekostet, den Verlust kann ich verschmerzen. „Dann schmeißen wir es eben weg.“ Jaha. Und dann kommt Domi und sieht da eine Herausforderung. Egal, dass es nur ein Appel und ein Ei gekostet hat. Das kriegen wir mit! Domi macht sich also auf zum United-Schalter, lässt sich einen Karton und zwei Kilometer Luftpolsterfolie geben, verpackt das Messer zusammen mit der Stewardess (um das klar zu stellen: sie hat ihm geholfen und wurde nicht verpackt) und gibt es als Gepäckstück auf. Abgefahren.
Im Flieger sitze ich wieder in der Economy Plus Abteilung. Auf dem ersten Flug nach Chicago kostenlos und für den Transatlantikflug tut dem Typen am Schalter es so leid, dass ich weder einen Gang- noch einen Fensterplatz bekomme, dass er mir die Gebühr (immerhin auch 99 Dollar) erlässt. Großartig.
Die Flüge selber sind recht unspektakulär, ich schaffe es, auch den Rest der mir noch fehlenden aktuellen Filme zu sehen. Oceans Thirteen habe ich mir auf Deutsch gegeben, die Handlung war aber immer noch absolut verwirrend.
Etwa gegen 15 Uhr Ortszeit war ich dann auch wieder in Hamburg und musste echt an mich halten, nicht sofort ins Bett zu gehen. Aber um 19 Uhr gibt es kein halten mehr, ich falle fast vom Computersessel.
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