Los Angeles

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Jan und SpidermanDer letzte echte Urlaubstag in Amerika wird dann doch noch mal anders, als ich mir das bei der Planung vorgestellt hatte. Eigentlich hatte ich ja vorgehabt, in die Universal Studios zu gehen und mir die Traumfabriken anzuschauen. Doch auf der einen Seite hatte ich mich im Vorfeld mal mit Tony und Annette unterhalten, die auf der Reise von Neuseeland nach Phoenix hier schon zwei Tage Aufenthalt hatten und zum anderen hatte ich mich ja in San Fran mit dem englischen Päarchen über Universal unterhalten. Und beide legten auf meine Frage, ob die Universal Studios das Geld wert wären (immerhin sollte man knapp 80 Dollar und einen Fingerabdruck berappen), nicht den nötigen Enthusiasmus an den Tag, um mich zu überzeugen. Wenn man ein absoluter Filmfan wäre, dann auf jeden Fall. Wenn nicht …
Jan am Hollywood BlvdAlso hatte ich mich am Vorabend schon dazu entschlossen, meinem Geiz eine Freude zu bereiten und mir „nur“ Hollywood zu geben. Bei den Anderen war die Entscheidungsfindung leider noch nicht so klar und so wurde es dann leider erst zehn Uhr bis wir los kamen. Petra war mit Elisabeth und Werner schon gegen acht Uhr ins Disneyland abgerauscht, Domi wollte einen freien Tag machen und den Rest zog es entweder auch auf den Walk of Fame oder ins Griffith Observatory. Und weil es schon so spät war, sind alle, die in die Stadt wollten, nicht wie geplant mit der Metro sondern mit dem Minivan gefahren. Im nachhinein betrachtet hätte ich wahrscheinlich alle um 8 Uhr mit einem Tagesticket in die Metro gesetzt, die Planungsunterlagen mitgegeben und das ganze Pow-Wow in der Bahn erledigen lassen. Das hätte uns zwei Stunden gespart und die Leute Motiviert, ihre Planungen in den dreißig Minuten abzuschließen, die die Metro bis Downtown braucht. Aber hinterher ist man immer schlauer :-)
Stern von Lee MajorsFür mich war also Sterne gucken angesagt. Am Man’s Chinese Theater gab es nicht wirklich viele Möglichkeiten, etwas zu sehen, weil gerade ein „Red Carpet Event“ vorbereitet wurde. Eine Gruppe todkranker Kinder bekam heute Abend von einer Stiftung das Gefühl vermittelt, wie es ist, einmal über den roten Teppich zu schreiten. Löbliche Angelegenheit, für die man ja gerne seinen persönlichen Fotobedürfnisse nach hinten stellt. Ansonsten gab es jede Menge Sterne zu sehen, viele von (mir) völlig Unbekannten, viele Bekannte (auch gerne redundant, so hat Harrison Ford schon zwei Sterne) und einige Freaks: Donald Duck, Kermit the Frog und Donald Trump. Nachdem ich so viele Sterne auf mich habe einprasseln lassen, habe ich einen speziellen Stern gesucht und gefunden – Lee Majors.
Zum Mittagessen gab es – McD. Danach wollten Biggi und Geli zurück ins Hotel, um zu shoppen und sich fürs Tanzen (vor dem ich mich auch zu drücken gedachte) aufzuhübschen. Da ich entsprechend noch etwas Zeit hatte, habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und bin mit der Metro (weil Tagespass) noch mal eine Station in die andere Richtung gefahren um hier eventuell doch noch einen Blick auf Universal City zu werfen (sehr langweilig) und zum anderen noch einen Cache abzugreifen. Den Cache habe ich dann schließlich nicht gefunden (beim hellsten Sonnenschein direkt vor einem Fast-Food-Laden am Rande des Freeways rumzulungern – dazu hatte ich dann doch keine gesteigerte Lust), dafür aber einen Spieleladen. Also rein, etwas Smaltalk mit den Besitzern betrieben und über Wetter und Verkehr geplaudert. Jan: „Autofahren in den Staaten ist viel entspannter als in Deutschland.“ „Wie kommst du denn zu der irrigen Annahme?“ „Na, die hupen hier viel weniger.“ „Das ist nicht unbedingt ein gutes Zeichen. Dafür haben die hier im Handschuhfach alle eine Knarre.“ Gut, dass ich nicht mehr fahren werde…
Zurück auf dem Schiff habe ich dann meine Pläne in die Tat umgesetzt, das Tanzen geschwänzt und mir stattdessen das Schiff angeschaut. Nachdem ich die öffentlichen Bereiche alle durch hatte, prickte es mich ja etwas, auch den Rest vom Schiff und eventuell einige Gespenster zu sehen, schließlich ist die Queen Mary ja unter anderem auch ein Geisterschiff. Nachdem mich also der Wachmann am nichtöffentlich Bereich komplett ignoriert hat (nicht, dass ich mich bemüht hätte, immer im Schatten zu bleiben oder so), alle Türen sperrangelweit offen (oder zumindestens nicht abgeschlossen waren) und alles im amerikanischen Stil auch nachts hell erleuchtet war, habe ich also auch die anderen Bereiche gesehen – unter anderem auch Gespenster. Denn auf der Queen Mary gibt es mehrere Spuklabyrinthe als Touristenattraktion. Und alles offen und begehbar :-)
Gegen 11 Uhr kamen dann auch die Tänzer zurück und wir haben uns bemüht, bei Biggi und Geli noch die letzten Alkoholvorräte zu vernichten – erfolglos. Aber gut geschlafen haben wir dennoch.

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