Nachdem wir gestern das erste Mal den Pazifik gesehen haben, fahren wir heute beinahe den ganzen Tag auf dem Highway 1 und damit direkt auf der Küste. Das ein amerikanischer Highway nicht immer sechsspurig und nicht mit unseren Autobahnen zu vergleichen ist, merkt man spätestens hier. Nur eine Spur pro Richtung, enge Kurven, keine Leitplanken und knapp 30 cm neben der Asphaltdecke geht es viele Meter direkt an der Küste nach unten. Und der Bus setzt mehrfach auf dieser Berg- und Talbahn auf. Dafür gibt es jede Menge tolle Aussicht.
In Bodega Bay (dem Drehort von „Die Vögel“) machen wir wir einen kurzen Toilettenstop kurz vor der Stadt, am Pointe Reyes Nationalpark fahren wir gleich ganz vorbei. Das ist eine schlechte Entscheidung von Driss (zumal er nicht einfach nur weiter fährt, sondern das Thema einfach totschweigt), die ihn nun die letzten Sympathien (und wahrscheinlich einen nicht unbeträchtlichen Teil des Trinkgeldes) kostet. Auf dem Weg nach Sonoma zum Weingut schickt er Robert trotz eines gut lesbaren Richtungsanzeigers erst mal 20 Minuten in die falsche Richtung.
Die Weinprobe selber wurde dann in einem sehr amerikanischen Rahmen abgehalten. Im Stehen in der Sonne und alle Weine aus einem Glas.
Gerettet wurde der Tag eigentlich nur dadurch, dass wir zu siebt den heutigen Clubabend sausen ließen und stattdessen mit der Cable Car nach Fishermens Wharft gefahren sind.
Das Essen in dem italienischen Seafood Restaurant auf Pier 39 war ok (Biggis Lobster trocken und ohne viel Geschmack, mein Red Snapper eine geschmackliche Offenbarung), die Bedienung pampig und unfreundlich („Ist es ok, dass wir getrennte Rechnung machen?“ „Ok nicht, aber wir müssen es ja machen.“). Zum Schluss hat Biggi dem Kellner noch in ihrem radebrechenden Englisch eine diese Rechnungsmäppchen abgeschnackt. Die Frau ängstigt mich manchmal.
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