Flucht nach Mexico und Ruby’s Inn

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Antelope CanyonCameron
Nachdem ich schon vor dem Frühstück den dritten Cache der Tour gemacht habe, habe ich meine 200 voll. Jeder weitere ist jetzt Bonus. Also spare ich mir im folgenden einen Großteil der Cachebezogenen Infos, die sonst wohl auch dem geneigtesten Leser überdrüssig werden würden.
Das Frühstück kam so schnell (bevor ich richtig saß), dass ich gar nicht fragen konnte, ob ich das Hash Brown gegen Pancakes tauschen kann. Egal, man kann nicht alles haben. Dafür bin ich heute richtig gut drauf. Was neun Stunden Schlaf alles bewirken können :-)
Kurz vor der Abfahrt noch eine Shopping-Einlage und den Hut, den ich gestern schon ausgesucht hatte, an Domi zwecks Mengenrabatt weiter gegeben. Das Domi allerdings für das Vorzeigen seiner Tourguidecard einen Specialdiscount bekommt, hat uns beide angenehm überrascht.
Inzwischen fahren wir durch Navajo-Land und Ulrike pumpt uns mit unzusammenhängenden Fakten voll. Aber mit der Zeit lernt man, sie auszublenden und die Landschaft des Vor-Grand-Canyon-Landes zu genießen.
Gegen 10 Uhr sind wir in Page. Da unser Programm erst in 45 Minuten weiter geht und der Bus zweihundert Meter neben einer Markierung auf meinem GPS hält, nutze ich die Gelegenheit und zeige Domi mal, wie das mit dem Geocachen funktioniert (ich sagte, ich blende den Großteil der Infos aus, nicht alles :-)). Domi ist begeistert und ich sehe, wie sein Kopf arbeitet um neue Marktbereiche zu erschließen. Ziel erreicht :-)
Danach brechen wir mit extrem hochgelegten Pickups, auf deren Lagefläche 14 Leute passen (man könnte meinen, wir wollten aus Mexico fliehen), auf zum Antalope Canyon. Hier kann man extrem schöne Bilder machen. Unsere hiesige Führerin (wir haben eine Gruppe gebildet, die keine Übersetzung braucht) ist grossartig. Da sie üblicherweise die Photograpy Tour führt, die doppelt so viel kostet, weiß sie ganz genau, wo man richtig gute Bilder machen kann. Und sie scheut sich auch nicht, sich von Touris Kameras geben zu lassen um wirklich gute Bilder zu machen.
Für die Rückfahrt nutze ich die Gelegenheit und fahre vorne im Pickup mit. Ein ganz anderes Fahrgefühl. That´s entertainment.
Auf der Weiterfahrt gibt es einen Fotostop beim Glen Canyon Staudamm. Da im Laufe der Tour aber noch der Hoover Damm auf dem Programm steht, gibt es wirklich nur einen Fünf-Minuten-Stop.
Um 14:30 Uhr verlieren wir plötzlich eine Stunde. An der Staatsgrenze nach Utah verläuft die Zeitzonengrenze.
Petra hat angemerkt, dass die Zeitzonengrenze nicht zwischen Arizona und Utah sondern zwischen Utah und Nevada verläuft. Domi würde dem nach Karten- und Faktenlage zustimmen. Ulrike nicht. Wir warten mal bis zur nächsten öffentlichen Uhr. Die Einheimischen sollten wissen, wie spät es ist.
In Kahab habe ich dann doch mal in die Square Dance Ausrüstung investiert. Ein Bolotie für 24 Dollar ist echt günstig. Also in Zukunft nicht mehr am Bolo-Ständer an der Kasse schauen (hier liegen die Preise zwischen 50 und 350 Dollar) sondern eher etwas abseits bei den Pins :-) Zu Ulrikes Ehrenrettung (auch wenn es nicht viel hilft) muss ich noch gestehen, dass ihre Uhrzeit stimmt.
Ruby’s InnIch kann nicht ganz glauben, dass unser Rubys Inn das selbe ist, in dem meine Eltern damals getanzt haben. Irgendwie ist das ein Riesenkomplex, der zudem noch recht neu zu sein scheint.
Aber hier habe ich nach dem Abendessen wenigstens mal die Gelegenheit, ins Internet zu springen. Für 50 Cent die Minuten :-(
Afterparty dann bei Klaus und Sabine im Zimmer, weil über Domis Zimmer der Busfahrer schläft. Und dessen Schlaf ist uns wichtiger als Petras, die direkt neben Sabine und Klaus wohnt.

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