Phoenix – 9:00 Uhr
Die Afterparty war ein bisschen was länger. So lang, dass ich nicht durch den Weckruf des Hotels geweckt wurde. Domi leider auch nicht, deshalb ist das Frühstück ausgefallen. Ich muss jetzt erstmal warm laufen. Mit Jerkey, dass wir bei unserem ersten Supermarkstop eingekauft haben :-) Im Hintergrund schwafelt Ulrike ohne Punkt und Komma – leider auch ohne einen Hauch von inhaltlicher Strukturierung.
Um halb elf machen wir einen Pitstop auf einer Raststätte. Neben 8(!) Fastfood-Läden gibt es hier auch einen Starbucks – endlich Frühstück.
In Sedona fahren wir an absolut coolen Panoramen vorbei – ohne anzuhalten :-( Dafür dann mitten in der Stadt, wo es maximalen Touristen-Kommerz gibt. Diesen nutze ich, um meinen Vorrat an Halbedelsteinen aufzufüllen, die es hier gibt. Ganz selten und hochmagisch. Das dieses Edelsteinverkaufssystem offensichtlich ein Francisesystem ist, geht mir erst im Laufe der Reise auf, als ich die gleiche Displayform mit immer anderen Beschriftungen sehe. Zuletzt in San Francisco mit der Bezeichnung „Rocks from the Rock“. Dafür waren sie hier (zumindestens bilde ich mir das ein) am günstigsten. Und da sie wirklich cool aussehen, ärgere ich mich auch nicht.
Aber hinterher geht’s durch die Red Rocks. Und hier halten wir dann auf 2000 Meters an. Was für eine Aussicht! Und mein Akku gibt auf. Ersatzakku? Habe ich heute morgen mit meinem hektischen Suffkopp in den Koffer gedonnert. Den müssen wir dann am Grand Canyon (unserem nächsten Ziel) mal rauskramen. Wir also auf den Parkplatz gefahren und ich in den Kofferraum gekrochen. Dass die ganze Zeit die glühend heißen Abwärmerohre der Klimaanlage nur zwei Zentimeter von meinem Rücken entfernt waren, habe ich glücklicherweise erst beim raus kriechen gemerkt. Und da hatte ich die Akkus schon.
Also beeindruckend ist der Grand Canyon ja auf jeden Fall. Da kommt man sich richtig klein neben vor. Ich hätte das ja auch gerne mal von unten gesehen. Aber die Zeit dafür haben wir leider nicht. Nun können wir aber ins Hotel fahren. Denn inzwischen sind auch die Reserveakkus alle. Das hat man davon, wenn man bei Ebay irgendwelche Nachbauten kauft.
Robert, unser Busfahrer, hält auf dem Weg nach Cameron noch am Colter-Aussichtsturm an. Vor dem atemberaubenden Sonnenuntergang habe ich noch Zeit, den zweiten Cache (ein Virtual) zu machen. Die Nachtschicht zur Vorbereitung zahlt sich aus :-)
Als Cameron seinem Veranstalter vorschlug, anstatt in Page in Cameron zu übernachten, wurde er beinahe ausgelacht. In Cameron gäbe es absolut nicht. Doch die Erwartungen von Domi wurde erfüllt. Hier gibt es zumindestens Betten, die uns knapp zwei Stunden Fahrt ersparen. Und das in einem netten Ambiente.
Abends gibt es endlich mal was echtes zu Essen. Ulrike hat den hiesigen „Navajo Taco“ empfohlen. Das der absolut geschmacksneutral ist, lässt die Frau in meinem Ansehen nicht sonderlich steigen. Aber es ist eine so ordentliche Portion, dass ich nach gut der Hälfte kapituliere. Im Nachhinein betrachtet war es wohl eine weise Entscheidung, den Rest nicht einpacken zu lassen. Der Magen macht Stress und Montezuma lässt seine Muskeln spielen. Was will man auch anderes erwarten im Injun-Land.
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