Der Tag beginnt eindeutig zu früh, dafür aber mit einem Highlight. Domi hat ein deutsches Pärchen aufgetrieben, das in Las Vegas heiraten will und bereit ist, uns zugucken zu lassen. Und die Beiden saßen schon die ganze Zeit bei uns im Bus und Domi hat die Hochzeit auch noch geplant. Klaus und Sabine von den Bridge Hause Twirlers wollen sich das Jawort geben.
Die Trauung wurde in deutsch mit einer gehörigen Portion Patos durchgeführt, in der Kapelle durfte nicht fotografiert werden, schließlich konnte man Film und Bilder hinterher kaufen. Ist ja wie im Freizeitpark :-) Kleiderordnung für Brautpaar und Gäste war Square Dance Dress, schließlich wurde anschließend hinter der Kapelle noch (bei der Hitze gottseidank nur) ein Square Dance Tipp getanzt.
Sehr interessant und für die Beiden sicher auch sehr schön. Auf der anderen Seite fiel dafür für die (freiwilligen) Zuschauer das Ausschlafen flach. Das ist halt der Preis, den man für seine Neugier bezahlen muss :-)
Dafür kommt man von der Wedding Chappel (die mich übrigens (wie so vieles in Las Vegas) stark an Larry Laffer erinnert) relativ einfach und schnell zum Las Vegas Hilton. Dorthin wollen Petra und ich, um die Star Trek Experience zu besuchen. Das sind zwei geführte Showrundgänge, die eigentlich ziemlich gut sind. Zum einen die Borg Invasion 4D, bei dem man als Gast auf einer Raumstadion von den Borg entführt wird und zum anderen den Klingon Encounter, bei man über die Brücke der Enterprise D läuft und zum Abschluss mit einem Shuttle in einem wilden Ritt zurück in die Gegenwart und ins Las Vegas Hilton gebracht wird. Allerdings kannte ich die Borg-Show schon vom (inzwischen geschlossenen) Space Center in Bremen. Aber hier war es dennoch irgendwie cooler. Also alles in allem etwas teuer (42 Dollar) aber nett. Und ich habe auch ein Foto mit Mickey Mouse – oder wie heißt der Typ mit den großen Ohren?
Danach ging es mit der Monorail zurück ins Hotel. Nachdem wir eingestiegen sind, bittet uns eine Stimme aus den Lautsprechern darum, darauf zu achten, dass uns keine Aliens aus der Experience gefolgt sind. Nette Idee :-)
Ins Hotel, McD in die Figur schieben und dann noch mal den südlichen Bereich (Excalibur und Luxor) inkl. Parkhäuser (Caches) erkundet. Es ist schweinewarm, dass es niemandem auffällt, wenn mal einer im Parkhaus im New York, New York eine Pause in einem Treppenhaus macht. Schon witzig wie frei ich mich überall bewegen kann, wenn man bedenkt, dass im Parkhaus vom Luxor, wo ich auch rumstreuner (und zwar nicht sonderlich unauffällig), erst im Juli ein Auto in die Luft geflogen ist. Glücklicherweise habe ich davon erst erfahren als ich wieder in Deutschland war, sonst hätte ich noch viel mehr geschwitzt. Andererseits ermöglicht dieses Wetter selbst für mich fotografischen Laien absolut coole Postkartenfotos. Die Ausleuchtung ist einfach super.
Abends dann mal wieder tanzen. Die sind hier noch älter als in Phoenix, dennoch ganz gut zu Fuss. Keine anspruchsvollen Kombinationen, dafür aber gute Laune. Ich stelle hier aber fest, dass es schwachsinnig ist, zum Abkühlen vor die Tür gehen zu wollen. Schließlich sind wir hier in der Wüste von Nevada. Und irgendwie habe ich hier noch nie den Effekt bemerkt, der Wüsten nachgesagt wird. Hier bleibt es auch nachts knackig warm.
Nach dem Tanzen fahren wir mit dem Club (ganz unamerikanisch) noch zur Afterparty.
Außerdem stellt uns Domi „Driss“ vor, der ab heute unser Fremdenführer sein wird. Driss führt sich binnen von fünf Minuten gut ein, als er in drei Sätzen mehr erzählt als Ulrike in drei Tagen. Zudem hat er sich aus eigenem Antrieb heraus den Clubabend angeschaut und sich auf der Afterparty gut amüsiert. Warten wir es ab.
Schlussendlich finde es witzig, wie fiele seltsame Hobbys ich auf dieser Tour kombinieren kann. Square Dance, Geocachen, Star Trek, Reisen …
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