{"id":37,"date":"2007-09-12T01:50:46","date_gmt":"2007-09-12T01:50:46","guid":{"rendered":"https:\/\/amerika.helke.de\/?p=37"},"modified":"2007-10-01T02:00:39","modified_gmt":"2007-10-01T02:00:39","slug":"rosa-truckstops-und-hitzewahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/amerika.helke.de\/?p=37","title":{"rendered":"Rosa Truckstops und Hitzewahn"},"content":{"rendered":"<p><a href='https:\/\/amerika.helke.de\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/img_3030.JPG' title='Nevada Joe\u2019s'><img src='https:\/\/amerika.helke.de\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/img_3030.thumbnail.JPG' alt='Nevada Joe\u2019s' class='alignleft' \/><\/a>Nach 36 Stunden Glitzerwelt brechen wir heute gen Death Valley auf. Driss, der Ersatzmann f\u00fcr Ulrike, f\u00fchrt sich weiter gut ein. Redet viel in zwei Sprachen, hat aber wesentlich mehr Struktur.<br \/>\nDrei Stops liegen auf dem Weg. AAA, Outlet Store und (nat\u00fcrlich) Supermarkt.<br \/>\nWas f\u00fcr ein Gl\u00fcck, dass ich keine Square Dance Hemden kaufen sondern nur gucken m\u00f6chte. Warum wollen die denn jetzt beim Rausgehen Geld von mir haben. Ach so. Wegen dem einen Hemd, dem Duster und den zwei P\u00e4ckchen Kaffee, die ich dabei habe. Aber bei den zwanzig Prozent Rabatt, die Domi rausgehandelt hat, w\u00e4re es grob fahrl\u00e4ssig, hier nichts zu kaufen :-)<br \/>\nDas Driss eine sizilianische Mutter hat (neben seinem marokkanischen Vater) und italienisch eine seine Muttersprache ist, kommt dann doch mal durch, wenn er vom &#8222;Lago Mead&#8220; spricht. Und auch sonst ist sein Deutsch manchmal recht schwer zu verstehen. Aber nach Ulrike wins wir g\u00e4ndig und freuen uns \u00fcber jeden Informationssplitter, den wir bekommen und verstehen.<br \/>\nPause wird in einem kleinen Truck Stop in the middle of nowhere gemacht. Da ich Nevada Joe\u00b4s mit Sicherheit nie auf irgendeiner Karte finden werde (das was der AAA hier Karte nennt, w\u00fcrde ein deutscher Kartograph eine Zumutung nennen), habe ich mal einen Wegpunkt gesetzt. Das Mittagessen ist cowboy-like Jerky mit Wasser bei br\u00fctender Hitze. Denn die paar Sandwiches, die Joe in seinem ansonsten recht gro\u00dfen K\u00fchlschrank hat, halten dem vereinten Ansturm von 29 Square Dancern nicht lange stand.<br \/>\n<a href='https:\/\/amerika.helke.de\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/img_3043.JPG' title='Domis Outfit'><img src='https:\/\/amerika.helke.de\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/img_3043.thumbnail.JPG' alt='Domis Outfit' class='alignright' \/><\/a>Ich muss irre sein, die Sonne muss mir das Hirn ger\u00f6stet haben. Ich habe mich der Fanatikerfraktion angeschlossen, die im Badwater Bassin getanzt hat. 86 Meter unter dem Meeresspiegel und bei 115 Grad Fahrenheit. Das sind irgendwie 46 Grad Celsius. Und offensichtlich hat der Hitzewahn auch bei Domi nicht halt gemacht, wenn man sein eAufmachung betrachtet. Zudem treibt einem der Wind st\u00e4ndig salzigen Sand ins Gesicht und die Augen. Selten war ich so dankbar f\u00fcr die Klimaanlage im Bus.<br \/>\nDer Tag endet auf der Furnance Creek Ranch im Death Valley. Nach einem guten Abendessen (Burger \u2013 welch \u00dcberraschung) f\u00fchlt sich der Magen auch wieder besser an. Jetzt wei\u00df ich auf jeden Fall, warum Lucky Luke so ein d\u00fcnnes Hemd ist. Jerky mag f\u00fcr Cowboys als Mittagessen reichen &#8211; mir langt es bei weitem nicht. Danach noch auf einen Absackerros\u00e9 an den Pool. Aber die Hitze treibt mich schon nach kurzer Zeit zur\u00fcck in mein klimatisiertes Zimmer. Also f\u00fcr eine Nacht mag das ja alles ganz witzig sein, aber ich frage mich echt, wer hier seinen ganzen Urlaub verbringen m\u00f6chte. Hier ist nichts los, es ist schweinehei\u00df und die \u00f6rtliche Gastronomie ist sich ihrer Monopolstellung voll bewusst. Ein Pitcher Bud kostet 14 Dollar, ein Pitcher Localbeer 25 Bucks. Und gegen das Local hat sogar K\u00f6lsch einen kr\u00e4ftigen Eigengeschmack :-)<br \/>\nAber alle sind guter Dinge und Driss hat seine Sache gut gemacht. Und nun fr\u00fch ins Bett, morgen gilt erstmalig 6-7-8.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach 36 Stunden Glitzerwelt brechen wir heute gen Death Valley auf. Driss, der Ersatzmann f\u00fcr Ulrike, f\u00fchrt sich weiter gut ein. Redet viel in zwei Sprachen, hat aber wesentlich mehr Struktur. Drei Stops liegen auf dem Weg. AAA, Outlet Store und (nat\u00fcrlich) Supermarkt. 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