{"id":21,"date":"2007-09-06T11:37:50","date_gmt":"2007-09-06T11:37:50","guid":{"rendered":"https:\/\/amerika.helke.de\/?p=21"},"modified":"2008-01-11T09:26:37","modified_gmt":"2008-01-11T07:26:37","slug":"kakteen-und-rentner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/amerika.helke.de\/?p=21","title":{"rendered":"Kakteen und Rentner"},"content":{"rendered":"<p><a href='https:\/\/amerika.helke.de\/wp-content\/uploads\/2007\/09\/img_2626.JPG' title='img_2626.JPG'><img src='https:\/\/amerika.helke.de\/wp-content\/uploads\/2007\/09\/img_2626.thumbnail.JPG' alt='img_2626.JPG' class='alignleft'\/><\/a>Phoenix &#8211; 2:30 a.m. (ja, ich muss mir das ja auch mal angew\u00f6hnen)<br \/>\nDas Hotel ist Klasse. Der gro\u00dfe Vorteil, mit Domi zusammen zu wohnen, hei\u00dft &#8222;Ambassador-Suite&#8220; und ist entsprechend gro\u00df. Neben dem riesigen Schlafzimmer haben wir ein ebensogro\u00dfes Wohnzimmer mit Ess- und Couchtisch, zwei Bade- und ein B\u00fcgelzimmer.<br \/>\nDas Bier im \u00f6rtlichen Pub war &#8211; hm &#8211; alkoholhaltig, aber die 90 Grad Fahrenheit (32\u00b0C), die es vor der T\u00fcr des Pubs hatte, haben mich dann doch getroffen. Nach 3 Hefewitzen (Marke: Pyramid, laut Internetrecherche 5,2 %) und einem &#8222;Fat Tire&#8220; (hei\u00dft nicht nur so sondern hat auch geschmeckt wie ein alter Reifen) war das doch recht kuschelig.<br \/>\nDen Cache, den ich nach dem Pub noch angelaufen habe (500 Meter durch die W\u00fcste in Arizona (schei\u00df Alkohol\u00fcbermut)) habe ich dann doch nicht gehoben. Nachdem ich nach der Ankunft den ersten Skorpion im Badezimmer gefunden hatten (Domi dachte, ich veralbere ihn, die Belegschaft des Hotels hat das aber sofort geglaubt), hatte ich dann irgendwie keine Lust, im Dunkeln blind in der Fauna eines fremden Landes zu buddeln. Klarer Fall von Feigheit.<br \/>\nDa ich aber auf jeden Fall den mitgebrachten Travelbug hier in den Staaten los werden m\u00f6chte und wie berichtet nicht sonderlich viele ausreichend gro\u00dfe Dosen eingeplant habe, tigere ich vor dem Fr\u00fchst\u00fcck noch mal los und werde auch prompt f\u00fcndig.<br \/>\nDer Scorpio, den ich im Bad gefunden hatte, ist \u00fcbrigens der Art nach, in der Gegend  bekannt. &#8222;Je kleiner, desto mehr schmerzt der Stich. Die Babys k\u00f6nnen das Gift wesentlich schlechter dosieren.&#8220; Entsprechend pumpen die einem alles Gift, was da ist, in den Blutkreislauf.<br \/>\nAch ja. Internet. Um hier ins Netz zu kommen, braucht man wohl einen Anschluss an den Netzstecker, den die hier im Zimmer ausliegen haben. Leider hat mein Telefon daf\u00fcr keine Buchse.<br \/>\nTagesprogramm (ja, die Uhrzeit ist schon wegrationalisiert)<br \/>\nBotanischer Garten<br \/>\nWas die in Hannover mit dem Kakteenhaus in klein gemacht haben, haben die hier in Phoenix in echt und gro\u00df. Unter anderem erfahren wir hier, dass Kakteen Sonnenbrand bekommen k\u00f6nnen, deshalb werden die hier mit schwarzen Netzen gesch\u00fctzt. Und Agaven verspritzen den angesammelten Zucker von ihrem Stamm aus :-) Das ist zu mindestens das, was die Fremdenf\u00fchrerin Ulrike aus dem macht, was uns die F\u00fchrerin durch den botanischen Garten erz\u00e4hlt. Tats\u00e4chlich (nur der Form halber) sammeln Agaven den Zucker und bilden damit einen Stamm aus (der bis zu f\u00fcnf Metern gro\u00df werden kann) um an dessen Ende ihre Samen zu sammeln. Irgendwann wird die Pflanzen zu schwach, den Stamm zu st\u00fctzen, er f\u00e4llt um und die Samen fangen in einigem Abstand zur Mutterpflanze an zu wachsen. Man, die Fremdenf\u00fchrerin hat sehr kreative \u00dcbersetzungen&#8230; Das mit den Netzen gegen den Sonnenbrand ist \u00fcbrigens korrekt, das hatte Ulrike erst gar nicht zu \u00fcbersetzten versucht.<br \/>\nHeart Museum<br \/>\nUnser n\u00e4chstes Ziel ein Museum \u00fcber die Kunst der lokalen Indianerst\u00e4mme. Sch\u00f6n gemacht und interessanterweise hat man zum einen antike St\u00fccke und zum anderen St\u00fccke, die von modernen K\u00fcnstlern und ebensolchen Motiven mit den alten Methoden hergestellt wurden. So findet sich da auch eine Micky Mouse aus T\u00fcrkisen. Aber ich bin ja dankbar, dass ich englisch kann und nicht auf die peinlichen und falschen \u00dcbersetzungen von Ulrike angewiesen bin&#8230;<br \/>\nPhoenix ist eine echte Rentnerstadt. Das Klima ist gut und selbst die Wintermonate werden nicht k\u00fchl. Daher ziehen viele Amis nach der Rente nach Phoenix. Entsprechend viele Krankenh\u00e4user gibt das hier. Und entsprechend erwarte ich auch einen etwas h\u00f6heren Altersdurchschnitt beim Clubabend, den wir heute Abend besuchen werden. Der T\u00e4nzer, der uns im Hotel eingesammelt hat, best\u00e4tigt das auch gleich. Warten wir es ab.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nUnd sie waren alt. Ger\u00fcchte redeten davon, dass die tats\u00e4chlich ein Mindestaufnahmealter von 65 Jahren haben. Aber dennoch waren sie echt fit drauf und wurde von einem ziemlich guten (wenn auch recht arroganten) Caller durch die Gegend gescheucht. Besonders niedlich fand ich eine Oma, die auf mich zu kam und erz\u00e4hlten, dass sie geh\u00f6rt hatten, dass wir M\u00e4nner\u00fcberschuss h\u00e4tten und dass es Deutschland m\u00f6glich ist, dass eine Frau einen Mann auffordert und dass sie gerne mit mir Tanzen wolle. Wenn man so nett gefragt wird, gibt man doch gerne klein bei. Die Oma war \u00fcbrigens die ganze Tour \u00fcber die einzige Amerikanerin, die mich zum Tanz gebeten hat. War auf jeden Fall ein sch\u00f6ner Tanzabend :-)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Phoenix &#8211; 2:30 a.m. (ja, ich muss mir das ja auch mal angew\u00f6hnen) Das Hotel ist Klasse. Der gro\u00dfe Vorteil, mit Domi zusammen zu wohnen, hei\u00dft &#8222;Ambassador-Suite&#8220; und ist entsprechend gro\u00df. Neben dem riesigen Schlafzimmer haben wir ein ebensogro\u00dfes Wohnzimmer mit Ess- und Couchtisch, zwei Bade- und ein B\u00fcgelzimmer. 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